Da sich Go immer mehr internationalen Sport Organisationen annähert, wird das Thema Doping relevanter.
Im AGA-Newsletter gab es gerade einen Bericht, wonach ein Teilnehmer der World Amateur Go Championship 2025 (Sa Woo Kim) positiv auf Tramadol getestet wurde und daher nachträglich seinen 3. Platz verliert. Die Plätze danach rücken entsprechend auf.
Ich habe mal kurz versucht dazu nachzulesen. Tramadol wurde wohl z.b. gerne im Radsport verwendet, da es die physische Leistungsfähigkeit erhöhen kann.
(Im Schnitt 220 Watt treten, statt 209 Watt.) Soweit so gut. Es soll aber als Nebenwirkung die Konzentrationsfähigkeit verringern.
Daher ist das doch unsinnig, das im Kontext von Go zu nehmen. Diese blinde Durchsetzung von allgemeinen Regeln, die im "Denksport" fehl am Platz sind ist doch irgendwie lächerlich.
Ja, tatsächlich völlig unsinnig, diese Stoffgruppe zur Verbesserung mentaler Leistungsfähigkeit benutzen zu wollen, womit auch entsprechende Sanktionierung absurd ist. Tramadol ist ein starkes Schmerzmittel, seine Auswirkungen auf das zentrale Nervensystem sind als (synthetisches) Opioid eher allgemein dämpfend, verlangsamend, reduzierend, also für einen Denksport eher hinderlich, es sei denn, der Spieler brauchte die Schmerzreduktion, um überhaupt spielen zu können. AGA ist GAGA.
stoned on stones