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AGA-Regeln für Deutschland und DGoB?!

 

ThomasRoesler
(@thomasroesler)
Mitglied
Beigetreten: Vor 3 Monaten
Beiträge: 4
Themenstarter  

Hallo,

gibt es auch noch andere Spieler, die sich wünschen würden, dass der DGoB die AGA-Regeln (American Go Association) übernimmt oder adaptiert, so wie es der britische und französische Go-Verband getan haben? Ich sehe für Turnierausschreibungen hierzulande eigentlich nur japanische Regeln.

Meine persönliche Motivation und "Plädoyer":
Wenn ich online Go spiele, dann stelle ich, wenn möglich, die Regeln stets auf "chinesisch", um jedwede Diskussion über den Status von Gruppen am Ende des Spiels zu vermeiden, da man den Status einfach "ausspielen" kann. Zählen?! Kein Problem - das macht der Computer!

Sitze ich dagegen am realen 19x19 Brett, dann ist es für mich am Ende auch bequemer nur das eingeschlossene Gebiet beider Spieler zu zählen (anstatt das eines Spielers und dann noch dessen Steine wie bei "chinesisch" üblich). Allein deswegen allerdings japanische Regeln zu nutzen, mit seinen, wie ich meine, unschönen und eigentlich unötigen Extra-Regeln zur eventuellen Ermittelung des Status von Gruppen, ist eigentlich nicht notwendig! Diese Extraregeln zerstören für meinen Geschmack einen guten Teil der eigentlichen Einfachheit und Eleganz der Go-Regeln (sie sind genau deshalb sicherlich auch "schwer vermittelbar") und damit des Gospiels ansich, wie ich finde!
Mit einer einfachen Änderung kann man dies vermeiden: spielt man einen Stein nicht auf das Brett, sondern passt, dann gibt man diesen Stein als Gefangenen an den Mitspieler ("passing stone") - dies ist lediglich für den Zweck da, dass man den Status von Gruppen ohne Verlust für einen Mitspieler ausspielen kann, wie bei den chinesischen Regeln! Genau das ersetzt in den AGA-Regeln im wesentlichen die erwähnten Extraregeln. Ok, es gibt in den AGA-Regeln zusätzlich noch diese Unterschiede: Weiss spielt zwingend den letzten Zug (oder passt) und "Gebietspunkte" im Seki werden gezählt - diese Regeln erzeugen aber lediglich die Gleichheit von "area counting" und "territory counting". Für meinen Geschmack hätte man auch noch "Selbstmord" zulassen können, um ein Verbot und damit Extraregel weniger zu haben - aber dies nur am Rande bemerkt.

Ich habe dies hier noch mal etwas ausfühlicher dargestellt, weil es bestimmt Spieler gibt, denen dies alles gar nicht bewusst ist. Habe ich etwas falsch dargestellt?

Was meint ihr? Gibt es hier schon ein Stimmungsbild oder eine Diskussion, die ich verpasst habe? Ist die "übernommene" Tradition stärker oder der "Druck der Masse" aus Japan/Korea oder ... ?   

 

Dieses Thema wurde geändert Vor 4 Wochen 2 mal von ThomasRoesler

   
Zitat
(@robertjasiek)
Mitglied
Beigetreten: Vor 4 Monaten
Beiträge: 14
 

Ich befürworte seit über drei Jahrzehnten Flächenbewertung und AGA-Regeln sind dafür eine gute Wahl. Ich versuchte in den 90ern, den DGoB zu Flächenbewertung zu bringen, fand aber jedenfalls damals noch zu wenig Unterstützung. Ob sich das mittlerweile geändert hat, ist in der Tat herauszufinden. Online spiele ich vorzugsweise auf KGS mit Neuseeländischen Regeln, die ja auch Flächenbewertung haben und noch klarer sind als AGA-Regeln.



   
AntwortZitat
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